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Du, Königin der Erde, deren Hand
Allschöpferisch dem Menschensohn
Lebend'gen Geist und dasein gab;
Auf deren Stimme süssen Ton
Und lockendes Geheiss
Zuerst das unfruchtbare Land
Der wüsten Roheit sich entwand
Und seines eignen Schmuckes freute;
Du, die sogar das Meer zur Mutter weihte,
Du gabst dem Volk die ganze Erde preis,
Als sie aus vollem Schoos
Dem schattigen Baum die goldnen Blätter streute
Und Leben in jede Pflanze goss.
Sobald dein stattlicher Gang erscheint
Am sterblichen Gestad,
Schweigt in der Welt all überall
Krieg und Drommetenschall.
Der streitgerüstete Soldat
Erhebt nicht mehr
Die angeschlossnen Lanzen,
Und die Natur bleibt Jammerleer.
Rosenrothe Freuden tanzen
Vor deinem Silberwagen her,
Wohlgerüche, Balsamdüfte
Athmen durch die blauen Lüfte;
Berg und Thal und Hain und Flur
Und was vormals öde lag,
Wird in reicher Pracht gesehn.
Freundlich lächelt die Natur
In der Tiefe, auf den Höhn,
Und vergoldet, doppeltschön
Steigt herauf der junge Tag.
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