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M A G I E - F A Q Dies ist die FAQ der MAGIE.GER Version 1.1 - 04/2001, Überarbeitete Fassung des Originals von W.Kuhse Die Antworten wollen eine Annäherung an die Diskussionsgrundlagen des Forums für Einsteiger ermöglichen, eine eingehendere eigene Beschäftigung mit Theorie und Praxis der Magie als Basis für eigene Diskussionsbeiträge jedoch letzthin nicht ersetzen. Frage = *F* Antwort = *A* Beispiel: *F* : WAS BEDEUTET "FAQ"? *A* : "Frequently Asked Questions" = haeufig gestellte Fragen *F* : WAS IST MAGIE? *A* : Magie ist die Kunst, Bewußtsein und Realität in Übereinstimmung mit dem Willen zu verändern. Als solche ist Magie eine geistige Wissenschaft, sie wirkt durch den Geist und mit dem Geist! Teils mit dem eigenen Geist, teils mit geistigen Wesenheiten, zu denen der Magier Kontakt aufnimmt. Dies ist davon abhängig, auf welcher Basis der Magier seine Arbeit begrndet. *F* : KANN JEDER MAGIE WIRKEN, UND WIE KANN MAN ES LERNEN? *A* : Der Mensch ist essentiell ein geistiges Wesen und kann daher Magie wirken. Es gibt dabei Unterschiede in Art (Qualität) und Umfang (Quantität) und damit in der Effizienz. Alle Menschen wirken bereits Magie durch ihre Art des Denkens. Magie hat sehr viel mit Denken und mit Gedanken zu tun - es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen unserem Denken und der Art, wie wir "Realität" erfahren und verarbeiten. In der Praxis gehört jedoch mehr dazu, um 'Magier' werden zu können. Denn in den allermeisten Fällen ist der Mensch nicht Herr seines Denkens und seines Empfindens, sondern hin- und hergerissen durch gedankliche Ereignisse und neue Eindrücke sogenannter äußerer Ereignisse. Diese permanenten Vorgänge und Zusammenhänge sind unsere individuelle Realitätsmaschine - und die Realität kann nur nachhaltig willentlich verändert werden, wenn diese Dinge ins Bewußtsein gebracht und dort transformiert werden. Dies kann man erlernen - ein langer, schwieriger Weg, oftmals unmöglich erscheinend, zuweilen von angeborenen, teils auch unerklärlichen Grenzen und Behinderungen erschwert. Manche benötigen dazu einen Lehrer, der sie anleitet, andere, meist Fortgeschrittenere hingegen schaffen diesen Weg auch allein, wenn es nur noch gilt, einst Gekonntes und Gewußtes wieder an die Oberfläche des Bewußtseins zu bringen. Denn Lernen auf dem magischen Weg bedeutet nicht nur Äußeres verinnerlichen, sondern auch das Innere hervorzukehren (er-innern). *F* : WELCHE VORAUSSETZUNGEN SIND NOTWENDIG, UM MAGIER ZU WERDEN? *A* : Mehrere: Als erstes die Bereitschaft, die durch Erziehung oder von Autoritäten übernommenen Paradigmen und Konventionen zu berprüfen und ggf. 'Über Bord' zu werfen. Als Magier ist es unabdingbar, für das jeweilige Weltbild sowie seine Handlungen jederzeit die volle Verantwortung zu übernehmen. Sodann der feste Wille, auch dann durchzuhalten, wenn einem "der Wind von vorne ins Gesicht bläst" - und das wird oft der Fall sein, denn auch auf einem magischen Weg fallen einem die Dinge nicht in den Schoß! Wie es einmal ein Magier sehr treffend ausdrückte, wird man nicht leicht Magier, und man wird auch nicht billig Magier! Die Fähigkeit, Realität zu transformieren, erreicht man nicht, wenn man bei der kleinsten Hürde aufgibt, die sich einem in den Weg stellt. *F* : WAS SIND DIE ERSTEN FÄHIGKEITEN, DIE ICH MIR ALS MAGIE-ANWÄRTER ERWERBEN MUSS? *A* : Geistig: *Aufmerksamkeit* ! Seelisch: *Gelassenheit* ! Körperlich: *Entspanntheit* ! Durch die *Aufmerksamkeit* des Geistes schärft der Magier seine Sinne und lernt sich und seine eigenen Impulse besser kennen. Durch *Gelassenheit* lernt er, alle Phänomene, die ihm auf seinem Weg begegnen mögen, sie ohne emotionalen Zwang einzuschätzen und konstruktiv zu nutzen. Durch körperliche *Entspanntheit* lernt er, seinen Körper besser zu beherrschen und Blockaden zu lösen, die ihn sonst behindern würden. Alle diese drei Faktoren stehen in Wechselwirkung zueinander und bedingen sich daher gegenseitig. Sie gehören zu den Grundlagen auf dem magischen Pfad! *F* : WAS IST NOCH WICHTIG, WENN ICH MICH DER MAGISCHEN PRAXIS ZUWENDEN WILL? *A* : Magische Praxis, das sind zunächst die grundlegenden Übungen in *Konzentration*, visuelle Vorstellungskraft (Imagination) und, nicht zuletzt, *Gedankenkontrolle*. Jeder, der sich ernsthaft mit Magie beschäftigen will, muß zuerst lernen, sich auf einen bestimmten Punkt hin zu konzentrieren, und zwar auch über längere Zeit. Ohne Konzentrationskraft fruchtet der schönste magische Wille nichts! Die zweite Säule der Magie ist die *Imagination*, d.h., die Fähigkeit, ein bestimmtes Bild in seinem Geist, also vor seinem "inneren Auge" zu erschaffen und dort eine Weile zu halten. Das übt man erst mit einfachen Gegenständen, später können es komplexere Objekte, bis hin zu ganzen Szenen sein. Schliesslich ist es notwendig, seine Gedanken zu kontrollieren! Der gewöhnliche Mensch wird tagtäglich von seinen widersprüchlichen Gedanken und Gefühlen hin und her gerissen. Eben diese Widersprüchlichkeit prägt dann auch die Alltagsrealität, die oft genug von kleineren oder grösseren Katastrophen begleitet wird. Der "Alltagsmensch" ist der Sklave seiner Gedanken und seiner Emotionen! Die Befreiung kann erst dann geschehen, wenn man lernt, seine Gedanken und auch seine Emotionen im Zaum zu halten, und die permanent ratternde Gedankenmaschine zeitweilig zur Ruhe zu bringen. Das *Ruhen in der Stille* ist daher eine Kraftquelle der Magie! Aus diesem inneren Zentrum heraus können dann Impulse entwickelt werden, die sich schließlich als Realität manifestieren, nachdem man sie losgelassen hat. Das absichtslose *Flieáenlassen* ist in diesem Zusammenhang ebenfalls ein wichtiger Punkt, durch den der Magier seine Ergebnisse "wie beiläufig" erzielt... *F* : ICH BIN SCHON MEHRFACH AUF DEN BEGRIFF 'MAGICK' GESTOSSEN. WAS IST DARUNTER ZU VERSTEHEN? HAT DAS AUCH ETWAS MIT MAGIE ZU TUN? *A* : Das Wort *Magick* kommt aus dem Englischen und ist eigentlich eine Verballhornung des ursprünglichen Wortes 'Magic', was nichts anderes als Magie bedeutet. Insofern besteht oberflächlich betrachtet auch nur ein marginaler Unterschied zwischen den Begriffen Magie und Magick. Dennoch hat sich in der Definition dieser Begriffe im magischen Sprachgebrauch ein klarer Unterschied herauskristallisiert, weil unter dem Begriff 'Magic' oder 'Magie' auch Illusionismus bzw. Salon-Magie … a la David Copperfield eingeordnet werden, was mit *Magick* nichts zu tun hat! 'Magick' ist der individuelle Weg, Realität mittels Magie zu beeinflussen bzw. zu verändern, Informationen zu erhalten und Kräfte zu rufen und/oder zu bannen! *F* : WAS SIND MAGISCHE RITUALE UND WOZU SIND SIE GUT? WAS MUSS ICH BEACHTEN, WENN ICH SELBST SOLCHE RITUALE DURCHFÜHREN WILL? *A* : Wir kommen zu einem Grundthema praktischer Magie: Die Zeremonialmagie. Ein magisches Ritual ist eine Zeremonie, in der magische Instrumente und Formeln in einen Zusammenhang gebracht werden, um eine bestimmte Energie zu schaffen, mittels der eine Kraft oder eine Wesenheit gerufen wird. Um es mit einem modernen Begriff auszudrücken: Ein Ritual ist ein magisches Programm! Es enthält ein Gerüst, in dessen Rahmen die Elemente der Operation eingebettet sind und es hat Regeln, nach denen der Magier das Ritual gestaltet. Diese Elemente und Regeln müssen zuvor meist erlernt bzw. entwickelt werden, weshalb die systematische Schulung in magischen Fragen oftmals mit Zeremonialmagie gleichgesetzt wird, obwohl das eigentliche Ritual hierbei quasi erst am Schluß steht. Somit haben Rituale auch einen initiatorischen Charakter, d.h., sie 'öffnen' Tore des Bewußtseins, die den Magier mit anderen Ebenen in Kontakt bringen. Dabei werden Kräfte oder Wesenheiten angerufen, mit denen der Magier arbeiten will oder von denen er sich Dienste bzw. Informationen erwünscht. In einem Ritual werden Gedanken und Vorstellungen zu einer Assoziationskette verknüpft, mit psychischer Energie geladen und dadurch der angerufenen Kraft ermöglicht, sich zu manifestieren. Dies muss nicht unbedingt während des Rituals geschehen. Oftmals, sogar meist, ist es so, dass während eines Rituals zunächst scheinbar gar nichts geschieht, und die Folgen sich erst später bemerkbar machen! Da bei einem Ritual aber nicht nur willkommene Kräfte auftreten können, sondern sich vielfach eine ganze Menge sekundärer Kräfte (Elementale = psychisch geladene Gedankenformen) 'angelockt' fühlen, die entweder an der Energie des Rituals partizipieren und dieses dadurch schwächen, oder aber sich an die Aura des Magiers binden, um von diesem Energie abzusaugen. Daher gehört zu den grundlegenden Voraussetzungen zur Ausübung praktischer Magie das Erlernen einer *Bannung*! Die Bannung ist eine magische Schutzformel, z.B ein Mantram oder eine Geste ("Mudra"), welches auch in ein Ritual eingebunden werden kann und durch die der Magier sich gegen ungebetene 'Gäste' schtzt. Wer bei magischen Operationen, in denen Kräfte erzeugt oder gerufen werden, ohne eine Bannung arbeitet, geht ein hohes Risiko ein. Die Folgen können fatal sein, von Poltergeist-Erscheinungen angefangen, über gesundheitliche Störungen bis hin zu Besessenheitsproblemen! *F* : WIE FANGE ICH ES AM BESTEN AN, WENN ICH MAGIE LERNEN WILL? MUSS ICH MIR EINEN LEHRER SUCHEN ODER MITGLIED IN EINER ORGANISATION WERDEN, DIE MAGIE LEHRT? *A* : Wie jeder Weg, beginnt auch der magische Pfad mit dem ersten Schritt! So fängt man natürlich erst einmal mit der Theorie an, um das Pferd richtig herum aufzuzäumen. Die theoretische Grundlage ist sozusagen der Einstieg in das magische Gedankengebäude. Suche Dir also eine esoterische Buchhandlung in Deiner Nähe und schau Dich dort erst einmal um. Bestimmt wird es einige Bücher geben, die Dir besonders ins Auge fallen. Das ist kein Zufall, und wenn Du es Dir leisten kannst, solltest Du versuchen, diese Bücher zu erwerben. Es ist ein okkultes Gesetz, daß, wenn man sich mit einem Thema gedanklich besonders intensiv beschäftigt, einem die Dinge 'zufallen', die dieses Thema unmittelbar berühren. Das gilt in diesem Fall sowohl für die entsprechende Literatur als auch ganz besonders für einen Lehrer. Viele Magier lernen diese Wissenschaft heute autodidaktisch. Andere haben das Bedürfnis nach einem Lehrer. Laß Dich dabei von Deinem Gefühl leiten. Wenn es 'richtig' für Dich ist, einen Lehrer zu haben, wird Dir ein solcher auf Deinem Weg auch begegnen. Ähnlich verhält es sich mit okkulten Organisationen, von denen es eine ganze Reihe gibt. Es hängt von Dir selbst ab, und mit der Zeit wird sich auch ganz von selbstherausstellen, ob Du für die Magie überhaupt geeignet bist. Denn nicht umsonst gilt die Regel: "Viele sind berufen, doch nicht alle sind erwählt!". Spätestens am "Hüter der Schwelle" trennt sich die Spreu vom Weizen... *F* : WAS IST DER "HÜTER DER SCHWELLE"? *A* : Der *Hüter der Schwelle* ist ein sogenanntes 'archetypisches Prinzip', mit dem jeder, der sich ernsthaft mit Magie beschäftigt, über kurz oder lang konfrontiert wird (und dies nicht nur einmal)! Astrologisch ist diesem Prinzip der Planet Saturn zugeordnet, was dem astrologisch Bewanderten bereits einiges sagen dürfte. Saturn steht für das Schicksal, Karma, Verhängnis, Krankheit, Siechtum und Tod - aber auch für die *Erkenntnis*, die mit der Überwindung dieser Dinge zusammenhängt! Saturn ist das Prinzip, das dem Menschen Grenzen setzt! Dies jedoch nicht um daran zu scheitern, sondern um diese zu überwinden! Wer dennoch daran scheitert, der ist noch nicht reif für die Welt dahinter. Denn die magische Weltsicht erfordert eine immerwährende Beschäftigung mit gegebenen Grenzen, welche in erster Instanz immer die persönlichen, hausgemachten Grenzen und Hemmnisse sind. Und genau das repräsentiert der Hüter der Schwelle! Er konfrontiert den Suchenden mit seinen eigenen Grenzen und Schwierigkeiten, zwingt einen, den Schlüssel zum Tor in der unüberwindbar scheinenden Mauer zu finden. Dies geschieht zunächst durch die Konfrontation mit den eigenen Ängsten und Unzulänglichkeiten, und Verdrängungen. Das können unaufgearbeitete Konflikte sein, die plötzlich wieder hochkommen (z.B. Eltern-Kind-Konflikte), es können verdrängte Ängste sein (Dunkelheit!), Neurosen und andere Probleme. Manchmal, nicht immer, erscheint der Hüter der Schwelle in personifizierter Form, z.B. im Traum. In Bulwer-Lyttons Roman 'Zanoni' wird er geschildert als furchterregendes altes Weib, das den Unerfahrenen in den Wahnsinn treibt. Der Hter der Schwelle ist der Wächter an der Pforte zur magischen Welt - wer ihn überwinden will, muß zuerst sich selbst überwinden! *F* : DER BEGRIFF DES "ARCHETYPEN" WURDE ERWÄHNT. WAS VERSTEHT MAN DARUNTER? *A* : Dieser Begriff wurde vom Psychoanalytiker Carl Gustav Jung geprägt. Er verstand darunter so etwas wie Urbilder und -kräfte, die in der kollektiven Psyche der Menschheit wirksam sind und sich in bestimmten geistigen Zuständen, z.B. im Traum oder in Trance manifestieren und spezifische Inhalte vermitteln. C.G.Jung zählte z.B. die Götter des Altertums zu den Archetypen. Die Bilder auf den ersten 22 Hauptkarten des Tarot (die sog. 'Trümpfe' oder auch 'Arkanen') stellen archetypische Kräfte dar! Auch Engel und Dämonen sind in gewisser Weise Archetypen. Die sogenannte "Hohe Magie" bedient sich z.B. größtenteils des Potentials dieser Kräfte... *F*: WEITER OBEN HIESS ES, DASS "MAGIE DIE KUNST SEI, IN ÜBEREINSTIMMUNG MIT DEM WILLEN AUF GEISTIGEM WEGE VERÄNDERUNGEN IN DER REALITÄT ZU BEWIRKEN". IST DAS WIRKLICH SO EINFACH? KANN DER MENSCH SICH ÜBERHAUPT ANMASSEN, ZU BESTIMMEN, WAS REALITÄT SEIN SOLL, UND WAS NICHT? SOLLTEN WIR DIES NICHT VIELMEHR DEM WILLEN GOTTES ÜBERLASSEN? *A*: Um "Gottes Willen" :-)! Im Grunde tut der Mensch seit der Zeit seiner ersten Bewußtwerdung doch nichts anderes, als die Realität nach seinem Willen zu formen! Wäre dies nicht der Fall, würden wir vermutlich immer noch in Höhlen hausen und auf Bäumen herumklettern - was vielleicht dem Ökosystem unseres Planeten zuträglicher wäre, aber wohl nicht im Sinne der Evolution ist. Das Bewußtsein als Fähigkeit, sich und seine Umwelt zu reflektieren und zu erkennen, ist als Teil der "göttlichen" Kraft (oder wie immer man das Prinzip hinter der Schöpfung nennen will) dem Menschen gegeben, um damit sich selbst zu erkennen und sich weiterzuentwickeln. Sollte dies nicht sein, hätten wir diese Möglichkeit auch nicht, genausowenig wie wir z.B. über Schwingen verfügen, um wie ein Vogel fliegen zu können. Die Fähigkeiten des menschlichen Geistes impliziert sogar die Aufforderung, seine Realität nach seinen Möglichkeiten zu gestalten! Dazu gibt es zwei Wege: der erste führt über die Materie - daraus resultiert Wissenschaft und Technik. Der zweite führt über den Geist - und daraus resultiert die Magie und die Kunst! Der vollkommene Weg ist der, der beide miteinander verbindet! Und da der "Wille Gottes", was auch immer das sei - für menschliche Begriffe unerforschlich ist, werden wir uns wohl oder übel mit unserem eigenen Willen begnügen müssen - und bereit sein, dafür auch die Verantwortung zu übernehmen. Und hier liegt der eigentliche Knackpunkt dieser Frage... *F*: WAS IST EIGENTLICH 'SCHWARZE MAGIE'? *A*: Wenn es nach menschlichen Maßstäben geht, ist "Schwarze Magie" immer die Magie der anderen :-) ! Traditionelle esoterische Glaubensrichtungen unterscheiden zwischen 'Schwarzer' und 'Weißer Magie'. Demnach wäre 'Schwarze Magie' alles, was darauf abzielt, sich selbst auf magischem Wege und auf Kosten anderer Vorteile zu verschaffen oder anderen Menschen zu schaden, also destruktiv wirkend. "Weiße Magie" wäre hingegen konstruktiv, also Heilungsmagie, etc. So einfach ist das aber nicht! Magie an sich ist absolut wertneutral! Es ist eine Kraft wie z.B. der elektrische Strom und kann für positive wie negative Zwecke angewendet werden - wenn man den Schlüssel dazu besitzt! So gibt es z.B. die "niedere Magie", die vorwiegend mit den Naturkräften arbeitet. Dies sind die Wesenheiten der Elemente, PSI-Kräfte, sowie astrale Formen und Dämonen. Die sogenannte "Hohe Magie" hingegen arbeitet mit hüheren spirituellen Kräften und zielt primär auf die Verbindung mit dem "geistigen Selbst" ab, auch "heiliger Schutzengel" genannt. Im esoterischen Sprachgebrauch nennt man dies die "Unio Mystica". Die Grundlage dazu ist die Selbsterkenntnis, die über Selbstbeherrschung und Selbstreflektion erworben wird. Der Unterschied zwischen Schwarz und Weiß gilt, solange der Mensch in der Dualität und Schicksalsverstrickung gefangen ist - welche aus der Unbewußtheit entsteht. Magie aber zielt gerade darauf ab, diese Grenzen zu überwinden, und durch Erlangung von Bewußtheit zum Meister seines Schicksals zu werden! Dies aber erfordert harte Arbeit an sich selbst! "Schwarze Magie" ist das höchstens in den Augen jener Menschen, die zu unwissend, borniert und zu bequem sind, selbst einen solchen Versuch zu wagen - oft blockiert durch die Lehren dogmatischer Glaubenssysteme, die - oft genug kontrolliert von Psychopathen - darauf abzielen, den Menschen geistig zu versklaven (das gilt auch für sogenannte "Erlöserreligionen")! Insofern könnte man allenfalls sagen, dass "Schwarze Magie" der Versuch ist, mit magischen Mitteln Macht über das Schicksal und andere Menschen zu erlangen, ohne vorher Macht über sich selbst zu besitzen! Aus diesem Grunde ist ein solcher Versuch auch letztlich stets zum Scheitern verurteilt, denn wer keine Macht über sich selbst besitzt, wird auch niemals wirklich Macht über andere besitzen, geschweige denn über das Schicksal! Solche Menschen werden jedoch gewöhnlich ein Opfer von Kräften und Wesenheiten, die sie für ihre Zwecke benutzen und dann ins Verderben rennen lassen. Daher kommt auch die gängige Auffassung, dass "Schwarzmagier" in die Hölle kommen, nämlich in die "Hölle", die sie sich selbst erschaffen haben... Ein Magier, der die Stufen Selbstreflektion, Selbstbeherrschung, und Selbsterkenntnis beschritten und aufgrund seiner Erfahrungen und Erkenntnisse bereits eine höhere Bewußtheit erlangt hat, unterscheidet nicht zwischen "schwarzer und weißer Magie". Auf dieser Stufe hat er es auch nicht mehr nötig, nach irgendwelcher obskuren Macht zu streben, da er sie besitzt! Er wendet sie an, um seinen Weg zu gehen und dabei die Dinge heranzuziehen, die er benötigt, und jene Dinge bzw. Kräfte zu entfernen, die ihm im Wege stehen oder schaden. *F*: KANN MAN MAGIE "BEWEISEN"? *A*: Eine berechtigte Frage! Es ist tatsächlich schwer, für Magie einen objektiven Beweis zu erbringen, da er vom individuellen Bezugsrahmen abhängt. Magie ist in erster Hinsicht ein Weg der Bewußtseinsveränderung und -entwicklung, wobei die Existenz einer unsichtbaren Welt, einer höheren Daseinsebene vorausgesetzt wird, mit der man geistig in Kontakt tritt, um etwas zu bewirken. Dabei können sich natürlich auch spontane sogenannte "Poltergeist-Phänomene" manifestieren, was auch nicht selten passiert, insbesondere dann, wenn externe Wesenheiten der unsichtbaren Welt involviert sind! Die Frage von Existenz und Nichtexistenz stellt sich hierbei gar nicht, da im Prinzip *alles* existent ist, wenn auch in verschiedenen Bezugssystemen. Ein Magier wählt sich einen Bezugsrahmen, innerhalb dessen er Informationen und Erfahrungen sammeln möchte. Zunächst ist dieser rein subjektiv. Der Knackpunkt liegt darin, Energien aus diesem subjektiven Bezugsrahmen in einen anderen, z.B. "objektive Realität" zu transferieren. Ob und wie weit dies gelingt, hängt von den Fähigkeiten und Fortschritt des Einzelnen ab. Was dem einen spielend gelingt, muá ein anderer noch lange nicht können. Das bedeutet aber keineswegs, das es *nicht* möglich ist. Das Grundprinzip ist eigentlich ganz einfach: Wahrnehmung, Bewußtsein und Realität bilden einen engen Zusammenhang. Der "Klebstoff" ist das "Sein" an sich. Verändere ich einen Aspekt dieses Gefüges, verändere ich auch die gesamte lokale Struktur. Da Realität letztendlich in unserem Kopf stattfindet, liegt dort auch der Schlüssel zur Veränderung. Realität ist nicht zuletzt *Information*! Die Übermittlung und Veränderung von Information findet durch *Kommunikation* statt. Auch Magie wird kommuniziert: Magie *ist* Kommunikation, auf zahlreichen Wegen! (Siehe dazu auch die Karte No.1 im Tarotdeck mit dem Titel "Der Magier". Sie wird repräsentiert durch Merkur, dem Prinzip der Kommunikation!). Wer nun daherkommt und sagt "Ich glaube erst an Magie, wenn Du mir ein Phänomen vorführst", liegt ziemlich schief, denn physische Phänomene sind sekundäre Begleiterscheinungen magischer Operationen. Sie sind nicht unbedingt das Ziel. Magie ist ein okkulter, individueller Erkenntnisweg, denn um etwas verändern zu können, muß man erst erkennen! Und wenn ich auf die Aufforderung, z.B. als Beweis für meine magischen Kräfte einen Gegenstand schweben oder verschwinden lassen soll und in diesem Punkt passen muss, heißt das noch lange nicht, daß Magie nicht funktioniert! Magie *wirkt*, wobei mit "wirken" ein komplexer Prozess gemeint ist! Wenn ich es mir also zur Zielsetzung mache, Gegenstände schweben oder beliebig verschwinden und wieder auftauchen zu lassen, dann erfordert das natürlich eine intensive Beschäftigung mit diesem Wollen. Im Lauf der Zeit sind dabei auch Erfolge zu erwarten, wenn man es richtig anstellt. *F*: WORAN ERKENNE ICH EINEN MAGIER? *A*: Es wird schwerfallen, einen Magier so ohne weiteres zu erkennen, da wohl die wenigsten Menschen, die von dieser Sache etwas verstehen, mit einem Schild herumlaufen, auf dem steht "Ich bin ein Magier"! Natürlich gibt es zahlreiche Leute, die mit allerhand magischem Klingelkram wie Ringen, Kristallen, Amuletten, besondere Kleidung, etc., behangen sind und damit ihre "esotierische" Wichtigkeit meinen unterstreichen zu müssen. Das sind aber noch lange keine Magier oder "Esoteriker". Esoterik bedeutet "von Innen kommend". Alle äußeren "magischen" Attribute haben einen exoterischen Charakter, und solange jemand "das Magische" im Äußeren sucht, steht er noch auf der untersten, exoterischen Stufe des Weges. Auch die Weltreligionen sind exoterisch, was nicht heisst, daß sie nicht auch eine esoterische Komponente besitzen. Die ist jedoch nur denjenigen zugänglich, die den Weg aus der äußeren Welt durch das Tor des Geistes in das Innere gefunden haben, z.B. durch Meditation und andere geistige Übungen. Wenn man diesen Weg konsequent verfolgt, öffnet sich mit der Zeit eine neue "Realität", in der sich die Magie offenbart. Ein Magier unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Menschen durch seine "inneren" Qualitäten, wie Zentriertheit, Gelassenheit, okkulte Erkenntnis und Bewußtheit seines Weges. Während der "gewöhnliche Sterbliche" sich in sein Schicksal meist mehr oder weniger klagend fügt, sucht - und findet! - der Magier Mittel und Wege, sein Schicksal zu lenken, Probleme zu lösen und auch Niederlagen in Siege umzumünzen! Manche, nicht alle, entscheiden sich dafür, anderen Menschen mit ihren Fähigkeiten zu helfen und machen entsprechende Reklame. An ihrem Erfolg zeigt sich, wie gut sie sind. Andere benutzen diese Kraft, um ihren eigenen Weg zu gehen und verhalten sich dabei unauffällig. *F*: WIE WERDE ICH EIN MAGIER? *A*: Einige Antworten dazu finden sich bereits weiter oben. Zunächst einmal hängt es von einem selbst ab, was man eigentlich erreichen will und wie das geschehen soll. Die Menschen sind sehr verschieden in ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten. Was für den einen richtig ist, muß es für den anderen noch lange nicht sein! So lassen sich pauschal nur ein paar wenige Ratschläge erteilen. 1.) Es beginnt damit, das grundlegende Axiom der Magie für sich zu akzeptieren: Die Existenz einer unsichtbaren Welt, mit der man in Kontakt treten kann und deren Gegebenheiten durch geistige Kräfte beeinflußbar sind. Da diese unsichtbare Welt mit unserer physikalischen "Realität" in Wechselwirkung steht, machen sich Manipulationen auf der "jenseitigen Ebene" analog auch im "Diesseits" bemerkbar. Daher ist es notwendig, sich auf eine persönliche Suche nach dieser unsichtbaren Welt zu begeben, um sie selbst zu erfahren. Und das bedeutet auch, sich mit der Frage nach dem Tod und dem was danach kommt, auseinanderzusetzen..! 2.) Intuition ist eine wichtige Voraussetzung! Wer keine Idee hat, wie er vorgehen soll, hat schlechte Karten! Meistens findet sich nicht gleich ein Lehrer, der einem das nötige Rüstzeug mitgibt. Gewöhnlich ist es sogar so, daß man sich, zumindest am Anfang, den Weg allein erkämpfen muß ("erkämpfen" deshalb, weil viele Fallstricke, Illusionen und Hindernisse auf dem magischen Weg liegen). Viele geben auf, sobald sich die ersten Schwierigkeiten am Horizont zeigen, und das ist auch gut so, denn, wie es einmal vor vielen Jahren ein hoher Eingeweihter zum Ausdruck gebracht hat: "Man steigt nicht zu Hunderten auf den Gipfel; der kühnste Steiger zwingt den Weg allein!" Die Magie stellt hohe Anforderungen an den Suchenden. Erstens zeigt sie sich nicht gleich auf Anhieb, bzw. auf eine Weise, die nicht immer sofort erkannt wird, zweitens spielt sie einem gerne Streiche, die gewöhnlich mit den eigenen seelischen Knackpunkten zusammenhängen, und drittens konfrontiert sie den Suchenden mit seinen vergrabenen Konflikten, Komplexen und Charakterschwächen, die erkannt und bewältigt werden müssen, will man weiterkommen! Deshalb ist die Beschäftigung mit Magie völlig ungeeignet für Menschen mit schweren psychischen Problemen, da diese dann erst recht den Weg in die Klapsmühle finden..! 3.) An der Lektüre einschlägiger magischer Literatur führt kein Weg vorbei, und sei es, um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen. Deshalb gehört es zu den ersten Dingen, die man als angehender Magier tun muß, sich in eine esoterische Buchhandlung zu begeben und mal zu schauen, was es da alles gibt. Das Angebot ist gewöhnlich riesengroß, und schon daher ist es gar nicht so einfach, für sich "das Richtige" zu finden. Deshalb ist auch hier Intuition vonnöten! Oft ist es so, dass man sich von bestimmten Büchern "magisch" angezogen fühlt oder diese besonderes Interesse erwecken. Diese Bücher sollte man auf jeden Fall erwerben. Daß dafür ein bißchen Kohle vorhanden sein sollte, ist wohl klar. Niemand hat behauptet, daß es auf dem magischen Weg etwas umsonst gibt (und wer diesen Weg anfängt, indem er Bücher klaut, der hat schon verloren - magisch gesehen)! Optimal ist es, wenn Bücher, die einem weiterhelfen, den Weg 'von selbst' zu einem finden, z.B. als unerwartetes Geschenk. Das ist an und für sich schon eine Art Magie... 4.) Last but not least weise ich darauf hin, daá man nicht darum herum kommt, sich mit den grundsätzlichen magischen Übungen zu beschäftigen! Diese sind u.a. Konzentration, sowie Visualisation. Ohne diese beiden Fähigkeiten bewirkt man nichts in der Magie! Ausserdem wichtig sind noch Übungen in Entspannungstechniken sowie "richtiges" Atmen! Wer falsch atmet, erzeugt eine Disharmonie in seinem Energiesystem und wird mit magischen Übungen schnell Probleme bekommen, da hier psychische Energie freigesetzt wird, die sich dann in den Blockaden staut. Um hier einen Tip zu geben: Es ist wichtig, immer tief in den Bauchraum zu atmen, d.h., das Zwerchfell muss voll miteinbezogen werden! Die meisten Menschen atmen zu flach und haben von daher bereits einen zu niedrigen Energielevel. Wenn man jetzt plötzlich anfängt, "tief" zu atmen, besonders, wenn man obendrein noch Raucher ist, treten Schwindelgefühle, Hustenreiz, Lungenstechen und ähnliche Probleme auf. Kein Wunder, wenn die Lunge lange Zeit nicht richtig ausgelastet war! Wenn man das aber, ohne zu übertreiben, regelmäßig übt, verschwinden diese Phänomene und es stellt sich mit der Zeit ein gesteigertes Wohlbefinden ein, da der Energiehaushalt sich harmonisiert und die Lebenskraft - auch "Prana" genannt - steigt. Übrigens ist auch auf eine richtige (=aufrechte) Körperhaltung zu achten! Wer längere Zeit in verkrümmter Haltung vor dem Computer oder am Schreibtisch sitzt, blockiert dadurch ebenfalls seine feinstofflichen Energiekanäle. Es ist z.B. eine gute Übung für den Anfang, gesteigerte Bewußtheit in Bezug auf die eigene Körperhaltung zu entwickeln! Wenn man dies nun noch durch entsprechende Entspannungs-, Konzentrations- und Imaginationsuebungen unterstützt, ist alles perfekt! Zum Schluß sei noch erwähnt, daß auch *Gedankenkontrolle* zu den Fähigkeiten gehört, die man sich als Magier aneignen muss! Denn alle Magie beginnt bei den Gedanken, und nichts ist so mächtig, wie ein konzentriert formulierter und über längere Zeit visualisierter Gedanke! Bleibt noch anzumerken, dass alle ausgesendete Energie letztendlich wieder zu ihrem Verursacher zurückkehrt... *F*: HAT DER AUTOR DIESER FAQ DENN SELBST ALLE STUFEN DURCHGEARBEITET, VON DENEN ER SCHREIBT? *A*: Die meisten, bis auf einige Aspekte. Aber daran wird gearbeitet..! :-)) (Sonst hätte er die FAQ auch nicht schreiben können...<g>) |