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Seit den Anfängen der Menschheits-geschichte haben die Elemente und die Naturkräfte stets eine große Rolle im Leben des Menschen gespielt. Ständig fand die Auseinandersetzung mit den den großen und kleinen Rhythmen des täglichen Lebens statt, in denen der Mensch lernen mußte, sich in seiner Umwelt zu behaupten, um zu überleben. Insbesondere die wechselnden Wetterbedingungen und damit verbundenen Phänomene waren es, die in ihrer Natur als unbegreiflich angesehen und mit dem Wirken von Geistern und Göttern in Verbindung gebracht wurden. Und natürlich wurde versucht, diese Kräfte durch magische Beschwörungen, Opfergaben an die Götter und Zauberwerk zu kontrollieren. Der frühe Mensch war der Natur noch wesentlich enger verbunden als der heutige Zivilisationsmensch und besaß ein intuitives Verständnis jener metaphysischen Vorgänge, denen das Wirken der Elemente zugrundeliegt. In der Hektik und den täglichen Anforderungen unseres Alltages in den modernen Städten und Gemeinden ist den meisten Menschen dieses innere Empfinden um die Naturvorgänge und den darin wirkenden Kräften nahezu verlorengegangen. Jedoch tief in uns drinnen schlummert es noch, und wir können es wecken, wenn wir uns auf die Pfade unserer Vorfahren begeben. Die Beherrschung der Naturkräfte ist immerhin ein wesentliches Anliegen in der Magie. Die Wissenschaft sucht dies z. B. durch technische Anstrengungen zu bewerkstelligen. Der Magier jedoch fordert die Beherrschung der Natur durch die Kraft seines Geistes. Um dies zu realisieren, d.h. 'Zugriff' auf die Elemente und Naturkräfte zu erlangen, muá er diese Kräfte in sein Bewußtsein integrieren, indem er sie sich durch geeignete Übungen vergegenwärtigt und somit in sein individuelles Bezugssystem aufnimmt Einmal geschieht dies durch bewußte physische Konfrontation, zum anderen durch Kontemplation und Meditation darüber! Mit 'individuellem Bezugssystem' ist jener Bereich der persönlichen Wahrnehmung gemeint, indem sich alles befindet, was unsere eigenen Interessen und Belange ausmacht, und zwar sowohl auf physischer als auch emotionaler und geistiger Ebene! Das beginnt mit der eigenen körperlichen Befindlichkeit (Gesundheit), geht über unsere Beziehungen, sowohl zu Menschen und anderen Geschöpfen als auch Sachen, bis hin zu Orten, die für uns von Bedeutung sind, wie die eigene Wohnung und der Arbeitsplatz. Dieses individuelle Bezugssystem ist es, dessen Inhalte magisch beeinflußt werden können. Solange sich Dinge außerhalb des individuellen Bezugssystems befinden, ist ein magischer Zugriff darauf nicht möglich! Das heißt, um etwas magisch zu beeinflussen, zu verändern oder im Wesen zu erkennen, muß es auf eine Weise aus dem lokalen Bezugssystem (der Umgebungsbereich, zu dem der Magier Kontakt aufnimmt) in das individuelle Bezugssystem des Magiers transferiert bzw. damit in Kontakt gebracht werden, d.h., es muß eine Beziehung dazu hergestellt werden! Einen experimentellen Weg, um das mit den Elementen zu erreichen, beschreibt dieser Artikel! In dieser Anleitung geschildert sind insgesamt vier Initiationsrituale, in denen der Magier die Tore der Elemente durchläuft, und dadurch eine spirituelle Reinigung und Erneuerung erfährt. Dabei handelt es sich um Begegnungen mit den Elementen, die dem Magier auf dem Wege der Einweihung ihr Wesen offenbaren und ihn lehren, die Kräfte der Erde, der Winde, Wasser und Feuer zu kennen und zu beherrschen. Die Operation beginnt mit Zeremonien der äußeren und inneren Reinigung, wonach die seelische und geistige Neustrukturierung durch die gnostischen Rituale erfolgt. Aktiviert wird diese Ritualreihe durch die Meditation der Stille als fünfte Kraft, die die anderen vier als Potentiale beinhaltet. Sinnvoll ist es, diese Arbeit während einer Jahreszeit durchzuführen, in der mehrstündiges stilles Sitzen im Freien einigermaáen angenehm zu ertragen ist, da die Rituale darauf abgestimmt sind. 1. Die Zeremonien der Reinigung: Dies sind die Zeremonien der inneren und äußeren Reinigung, die sich unterteilen in Saunagänge, Darmreiniung, Fasten und Meditation in der Stille. Am Anfang steht die Entschlackung der Haut und des Körpers durch Saunagänge. Diese sollen wenigstens einige Wochen lang jeweils 1-2x wöchentlich erfolgen. Auf diese Weise wird nicht nur die Durchblutung der Haut gefördert, sondern der ganze Organismus angeregt. Alte Schlacken werden durch das Schwitzen ausgeschieden und durch die abschließende Kühlung der Kreislauf und die Arbeit der Organe angeregt. Dies bewirkt, daß sich der Betreffende bereits dadurch wie neugeboren fühlt und seine allgemeine Leistungsfähigkeit steigt. Bereits in dieser Phase soll der Magier regelmäßig die Meditation der Stille praktizieren, d.h. sich in tiefer Konzentration in sich selbst versenken. Als zweiter Schritt folgt die vollständige Entschlackung des Darmtraktes. Wie bekannt ist, sammeln sich im Laufe des Lebens alte Fäkalienreste in den Darmgängen an, die nicht vollständig ausgeschieden werden und teilweise Ursache sind für verschiedene körperliche Beschwerden, da sie - wenn auch in geringen Mengen - Fäulnisstoffe an den Organismus abgeben. Es gibt verschiedene Mittel und Methoden, durch die der Darmtrakt von solchen Resten vollständig befreit werden kann. Der Magier soll sich darüber informieren und dann die ihm am Geeignetsten scheinende Kur aussuchen und über den empfohlenen Zeitraum anwenden. Auch diese Kur bewirkt eine innere Reinigung, die zu einem gesteigerten Wohlbefinden und besseren Funktionieren des Organismus führt. Die Meditationen der Versenkung in die Stille sollen auch in dieser und der nachfolgenden Phase weitergeführt werden! Als dritter Schritt folgt eine Zeit des Fastens, die jedoch den Zeitraum von 7 Tagen nicht überschreiten sollte, es sei denn, dieser Prozeß erfolgt unter ärztlicher Aufsicht! Fasten bewirkt Veränderungen im Stoffwechsel und Mineralhaushalt des Körpers, die nicht ganz ohne Risiko sind. Grundsätzlich gilt, in dieser Zeit viel zu trinken, jedoch keinen Kaffee oder gar Alkohol! Geeignet ist z.B. grüner Tee, aber auch verschiedene Brühen, sowie zur Unterstützung des Elektrolyt- und Mineralhaushalts isotonische Erfrischungsgetränke. Im Anschluß an das Fasten kann leichtverdauliches Obst wie Äpfel, Bananen, Kiwis und leichte Salate zu sich genommen werden, um den Magen wieder an die Zuführung von Nahrung zu gewöhnen. Dieses Fasten dient lediglich der Vorbereitung der Geist-Seele-Körper Einheit des Magiers auf die nachfolgend geschilderten Zeremonien und ist ein integraler Bestandteil dieses Initiationsweges. 2. Die magischen Waffen und Symbole: Jedem Element zugeordnet ist ein Werkzeug, das die Herrschaft des Magiers über dieses Element zum Ausdruck bringt. Das geistige Äquivalent dazu ist ein Symbol, das mit einer passenden Formel geladen wird. Diese Formel ist ein Gebet, das die Wesenheiten des Elementes anruft und welches bei den gnostischen Ritualen eine wesentliche Rolle spielt. Für jedes Element soll sich der Magier zuvor in seiner Meditation ein Mantram bzw. Gebet und ein Symbol ausdenken, das für ihn die Zuordnung zum jeweiligen Element zum Ausdruck bringt! An dieser Stelle wird mit Ausnahme der magischen Instrumente nichts Bestimmtes in dieser Hinsicht vorgegeben, da die gnostischen Rituale lediglich ein Gerüst darstellen, das der Magier selber zum Leben erwecken muß, denn es ist sein individueller Weg, um sich den Elementen zu nähern und von ihnen zu lernen! Frühere Magier entwickelten eigene Sprüche, Gebete, Zeichen und Symbole zu den verschiedenen Naturkräften, um diese dadurch zu kontaktieren und zu beherrschen. Viele davon wurden von späteren Magiern übernommen, weiterentwickelt, verändert oder verfälscht, so daá heute ein ganzes Konglomerat verschiedenster Formeln und Symbole existiert, von denen keiner weiá, wie sie im Einzelnen in der unsichtbaren Welt wirken und welche Assoziationen und Intentionen die jeweiligen Erfinder damit verbanden. Die Magie aber ist ein individueller Erfahrungsweg, auf dem jeder seine eigenen Bilder und Formeln entwickeln muß. Nur einige wenige Dinge sollen genannt werden, da sie seit alters her grundlegende magische Funktionen erfüllen, als Säulen dieses Gerüstes. Den Rest muß der Magier von selber entwickeln, und das sind in erster Hinsicht seine geistigen Vorstellungen analog zu den Kräften! Zu den grundlegenden Dingen, die für die gnostischen Rituale der Elemente wichtig sind, gehören die magischen Waffen: 1. Das Pentakel assoziiert und bindet die Kräfte der Erde - dies entspricht der materiellen Basis! 2. Der Dolch assoziiert und bindet die Kräfte der Luft - entspricht dem der Intellekt des Magiers! 3. Der Kelch assoziiert und bindet die Kräfte des Wassers - repräsentiert die emotionalen Qualitäten! 4. Der Stab assoziiert und bindet die Kräfte des Feuers - entspricht dem Willen des Magiers! Zu den ersten Arbeiten des Magiers gehört es, in den Besitz dieser Werkzeuge zu gelangen, indem er sich diese anfertigt oder indem sie auf den Wegen des .Zu-Falls" von selber zu ihm kommen... Es wird daher vorausgesetzt, daá der Magier sich bereits im Besitz dieser Werkzeuge befindet und sich mit deren Bedeutung vertraut gemacht hat, bevor die nachfolgenden Operationen beginnen. Die beschriebenen Zeremonien sind geeignet, das jeweilige Werkzeug in Kontakt zu dem ihm zugeordneten Element zu bringen und es dadurch für den Gebrauch zu weihen und zu aktivieren. Auf diese Weise wird auch eine hervorragende Assoziationskette zu der Zeremonie und den dabei gemachten Erfahrungen hergestellt. Die magische Waffe wird so zum Zeugen und Träger der Erinnerung daran. Das ist ihre Basis, durch die sie für den Magier wertvoll wird! Ansonsten sind die magischen Werkzeuge nur materielle Projektionen der Fähigkeiten des Magiers! 3. Die Rituale: Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, folgen die gnostischen Rituale, in deren Verlauf sich der Magier in konzentrierter Form mit den Elementen verbindet und dabei deren Wesen erfährt. Wichtig ist es, ein magisches Tagebuch anzulegen, in dem alles aufgezeichnet wird, was dem Magier an inneren und äußeren Erlebnissen während dieses Zeitraums (und danach) widerfährt und welche Einsichten ihm offenbart werden! A) Das gnostische Ritual der Erde: Der Magier soll über das Element Erde meditieren und dabei alle Aspekte in sein Gedächtnis rufen, die für ihn dieses Element charakterisieren. Es wird vorausgesetzt, daá der Magier bereits zuvor entsprechende Schriften studiert hat und insofern bereits grundsätzlich mit den Elementen vertraut ist. Seine Aufgabe ist es, sich ein Gebet und ein Symbol auszudenken, in dem die Kräfte der Erde angerufen werden, mit der Bitte, sich und ihre Geheimnisse zu offenbaren. Wenn der Magier so weit ist, soll er sich zu mitternächtlicher Stunde in eine schwarze Robe mit Kapuze gehüllt zu einem Erdloch, einer Höhle oder einen megalithischen Dolmen bzw. Steingrab begeben und darin niederlassen, nachdem er sein Gebet aufgesagt hat. Vor sich legt er das Pentakel, jene magische Waffe der Erdkräfte, das er sich geschaffen hat, um diese dadurch in seinem Bewußtsein zu kontrollieren. An diesem Ort soll er seine zuvor bereits geübte Meditation der Stille praktizieren, wobei er sich auf das zuvor erdachte Symbol konzentriert, welches für ihn die Kräfte dieses Elementes zum Ausdruck bringen. Dieses sollte auch auf dem Pentakel eingeritzt sein und in der Visualisation astral darin verankert werden. Die Meditation soll er fortführen bis zur Stunde des Sonnenaufgangs! B) Das gnostische Ritual der Luft: Genau wie beim Erd-Element soll der Magier über das Luft-Element meditieren und dabei alle Aspekte dieses Elementes in seinem Geist versammeln, die ihm einfallen. Dann soll er sich ebenfalls ein entsprechendes Gebet oder Mantram ausdenken, mit dem er die Wesen der Luft anruft. Wenn diese Vorbereitungen getroffen sind, begibt sich der Magier zur Stunde des Sonnenaufganges auf einen Hügel, bzw. eine Anhöhe, die eine möglichst freie Rundumsicht bietet. Dort spricht er seine Gebetsformel und praktiziert erneut die Meditation der Stille, indem er sich in sich selbst versenkt, wobei er sich innerlich wieder auf ein zuvor erdachtes Symbol konzentriert, das in Entsprechung steht zu den Kräften des Luft-Elementes. Dieses Symbol versenkt er visuell in den mitgeführten Dolch, jene magische Waffe der Luft, die während jener Zeremonie ihre Weihe erfährt. Er sollte dabei mit einem leichten blauen Umhang bekleidet sein, da Blau die Farbe des Himmels ist! Diese Meditation sollte mindestens bis zur Mittagsstunde andauern, besser jedoch bis kurz vor Sonnenuntergang! C) Das gnostische Ritual des Wassers: Auch hier wird bei der geistigen Vorbereitung genauso verfahren wie zuvor. Hierbei begibt sich der Magier in einer Vollmondnacht an eine Quelle oder einen stillen Teich im Wald, bekleidet mit einer weißen Robe ohne Kapuze! Nachdem er sein Gebet gesprochen hat, läßt er sich in seiner bevorzugten Sitzposition zur Meditation nieder, wobei er sich geistig auf das entsprechende Symbol der Wasser-Kräfte konzentriert, die visuell auf den Kelch übertragen werden, den der Magier zu dieser Arbeit mitgenommen hat. Diese Meditation endet zur Stunde des Sonnenaufgangs. D) Das gnostische Ritual des Feuers: Die geistigen Vorbereitungen sind dieselben wie bei den anderen Arbeiten. Der beste Ort zur Durchführung dieser Arbeit wäre ein Vulkankrater oder ein Gebiet mit vulkanischer Aktivität. Wer dies vorzieht, mag sich dafür an einen geeigneten Ort begeben. Ansonsten wählt man einen freien Platz aus, der möglichst nicht von anderen Menschen aufgesucht wird, um ungestört zu bleiben. Hier gräbt der Magier einen ca. 30 cm tiefen, runden Graben, der eine kreisförmige Fläche von etwa 3 m Durchmesser freiläßt. Diese Fläche sollte gesäubert werden, da dort der Platz der Meditation sein wird. Im Graben wird zuunterst eine Schicht Holzkohle ausgelegt, darüber reichlich Feuerholz geschichtet. Abgeschirmt wird das Ganze mit kleinen Steinen jeweils am Rand des Grabens. Eine Öffnung wird freigelassen, die am Ende mit einem hölzernen oder in den Boden gezeichneten Pentagramm mit nach außen gerichteter Spitze gesichert wird. Der Holzstoß im Graben wird mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen, die möglichst rauchfrei brennen sollte. Es ist sorgfältig darauf zu achten, daá bei dem zu entfachenden Feuer keinerlei Brandgefahr für die Umgebung, sowie ein Übergreifen auf den inneren Kreis entsteht! Wenn alle diese Vorbereitungen getroffen sind, begibt sich der Magier zur Stunde des Sonnenuntergangs in den Kreis und spricht sein Gebet an die Wesenheiten des Feuers. Danach entzündet er den zuvor mit der Flüssigkeit getränkten Holzstoß und setzt sich in der Mitte des Kreises zur Meditation nieder, wobei er sich wieder auf das von ihm erdachte Symbol des Feuers konzentriert. Dieses Symbol wird geistig auf den Stab übertragen, der als magische Waffe die Feuerkräfte repräsentiert. Die Meditation endet, wenn das Feuer ganz heruntergebrannt und auch die glühende Holzkohle völlig erloschen ist. Wem das Anlegen des Grabens zu aufwendig ist, mag sich mit einem einfachen Holzstoß begnügen, der angezündet wird und vor dem der Magier meditiert. Die Idee mit dem Feuerkreis, in dessen Mitte der Magier sitzt, beruht jedoch auf der intensiveren Wirkung, die durch eine direktere Konfrontation mit dem Feuerelement hervorgerufen wird, indem er Magier vom Feuer eingeschlossen meditiert... Die Reihenfolge der Rituale wurde mit Bedacht gewählt, da jeweils ein passives von einem aktiven Element abgelöst wird. Jede Zeremonie löst wiederum einen eigenen spirituellen Reinigungs- und Erneuerungsprozeß aus. Am Ende ist der Magier durch alle Elemente gegangen und hat ihre Wirkung und spirituelle Bedeutung erfahren. Doch erst, wenn diese Erfahrungen in seinem Bewußtsein wirksam sind, ist er in der Lage, sie zu beherrschen mittels der den magischen Waffen innewohnenden Qualitäten. Die Vorbereitungen der inneren und äußeren Reinigung zuvor sind deshalb notwendig, um einerseits die subtilen Energien überhaupt wahrzunehmen, mit denen sich die Wesenheiten der Elemente dem Magier mitteilen und andererseits nicht zum Opfer von deren negativen Manifestationen zu werden. Die hier geschilderten Zeremonien und deren Vorbereitungen nehmen insgesamt einen relativ langen Zeitraum in Anspruch. Es handelt sich dabei um einen Initiationsweg! Wer bereit ist, diesen auszuprobieren, sollte sich dessen bewußt sein. Möge der- oder diejenige die Intuition besitzen, die richtigen Formeln und Symbole zu entwickeln und möge er geduldig genug sein, das Werk zuende zu bringen! |