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Zeremonialmagie:
Das kleine Ritual des Pentagramm
Ein Zipfel des Schleiers
gelüftet
GardenStone
In der Zeremonialmagie sind Rituale keine einfache Sache.
Damit meine ich, daß ziemlich viel Text und Bewegung Teil eines solchen Rituals
sind. Ohne ein Mindestmaß an Basiskenntnissen dieser Art der Magie hat die
Durchführung eines Rituals keinen Sinn, und führt nicht zum erwünschten
Erfolg.
Kenntnisse und Beherrschung von Meditation, Konzentration und Visualisation sind
dabei 'nur' Vorkenntnisse. Sie könnten z.B. einmal einen Blick in ein Buch
über Zeremonialmagie werfen, um einen Eindruck zu gewinnen: Franz Bardon schrieb
mehrere Werke, Dolores Ashcroft-Nowicki schrieb ein praktisches Handbuch, Aleister
Crowley bietet eine große Auswahl, Pete Carroll bringt eine neue Richtung,
einige Jahrhunderte alt sind die magischen Werke von Agrippa von Nettesheim und
Johannes Faustus, noch älter ist Abraham von Worms' Abramelin. Und das ist
bloß die Spitze eines riesigen Eisbergs.
Es gibt mehrere Richtungen (Schulen) der Zeremonialmagie, die dieses Ritual benutzen,
das folgende Beispiel kommt aus einer chaosmagischen Schule
Weil eine Durchführung zeremonialmagischer
Rituale gefährlich sein kann, Schaden bringen kann, haben Magier die Gewohnheit
in ihren Beschreibungen magischer Praxis einige wichtige 'Kleinigkeiten' auszulassen,
oder etwas zu ändern, damit der Laie keinen unbeabsichten Schaden verursachen
kann.
Wenn ein Magier mit seiner Magie
ein bestimmtes Ziel erreichen will, dann kreïert er zuerst eine 'Arbeitsumgebung';
das ist ein Platz der, auch mit Hilfe der Magie, abgeschirmt wird von unerwünschten
magischen Einflüssen, damit nur die vom Magier aufgerufenen Kräfte dort
wirksam sind. Es gibt verschiedene Techniken, um so eine beschützte Stelle
zu schaffen, eine dieser Techniken wird unten beschrieben. Das folgende Ritual ist
also Teil eines größeren Rituals. Es wird am Anfang durchgeführt,
um den Schutz aufzubauen, und nochmal am Ende, um den Schutz aufzulösen.
Wenn in dem folgenden Ritualtext
steht 'sage', dann soll das aufgefaßt werden als: Die Worte mit vibrierender
Stimme aussprechen und länger anhalten.
Das kleine
Ritual des Pentagramm
1. Berühre die Stirn mit dem Zeigefinger
und sage 'Atah'
2. Berühre die Brust und sage 'Aiwass'
(oder IAO)
3. Berühre die Genitalien und sage 'Malkuth'
4. Berühre die rechte Schulter und sage
've-Geburah'
5. Berühre die linke Schulter und sage
've-Gedulah'
6. Lege die Handflächen übereinander
auf die Brust und sage 'le-Olahm, Amen'
7. Zum Osten gedreht, ziehe das Pentagram
(der Erde) mit der angemessenen magischen Waffe (dem Stab um anzurufen, den Dolch
um zu bannen) Sage (d.h. vibriere) 'Yod-Heh-Vav-Heh' während des Zeichens des
Horus (um dies zu machen, setze den linken Fuß einen kleinen Schritt nach
vorne, werfe den Körper nach vorn, ziehe die Hände zur Seite auf Augenhöhe,
und lasse sie nach vorne schießen. Die Zeigefinger sind dabei gestreckt und
herausschießende Energie wird imaginiert).
Gehe zurück in das Zeichen der Ruhe (um dies zu machen, ziehe den linken Fuß
leicht zurück und lege den Zeigefinger auf der Unterlippe). Dieses Zeichen
ist auch das Zeichen des Harpocrates.
8. Drehe dich zum Süden und mache dasselbe,
sage aber 'Adonai'
9. Drehe dich zum Westen und mache dasselbe,
sage aber 'Eheieh'
10. Drehe dich zum Norden und mache dasselbe,
sage aber 'Atah Gibor le-Olahm Adonai'
11. Strecke die Arme in der Form eines Kreuzes
aus und sage:
12. 'Ich rufe vor mich Raphael'
13. 'Hinter mich Gabriel'
14. 'An meine rechte Seite Michael'
15. 'An meine linke Seite Auriel'
16. 'Es umflammt mich das Pentagram'
17. 'Und im Zentrum brennt der sechsstrahlige
Stern' (=Hexagramm)
18-23. Wiederhole 1 bis 6. (Dieser Teil heißt
'das kabbalistische Kreuz').
24. Beende alles mit dem Zeichen der Ruhe
(Zeichen des Harpocrates)
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